Konzentration bei Kindern foerdern - Ursachen und Strategien fuer Eltern
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Schule & Lernen

Konzentrationsprobleme bei Kindern: Ursachen erkennen und Konzentration nachhaltig foerdern

4. Mai 2026 13 Min Lesezeit Monika Woerle

Dein Kind sitzt vor den Hausaufgaben. Es schaut aus dem Fenster. Es kaut auf dem Stift. Es rutscht auf dem Stuhl hin und her. Nach zehn Minuten hat es einen Satz geschrieben - und du hast dreimal Jetzt konzentrier dich! gesagt. Und nichts hat sich veraendert.

Konzentrationsprobleme bei Kindern gehoeren zu den haeufigsten Themen, die Eltern in meine Praxis bringen. Und fast immer ist die erste Frage: Hat mein Kind ADHS? Meine Antwort: Meistens nicht. Konzentrationsschwaeche bei Kindern hat viele Ursachen - und die wenigsten davon sind eine Stoerung.

Ich bin Monika Woerle, Heilpraktikerin fuer Psychotherapie und zertifizierte RIT-Reflexintegrationstrainerin. In diesem Artikel zeige ich dir, was wirklich hinter Konzentrationsproblemen stecken kann.

Was ist altersgemass normal?

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist naturgemass kuerzer. Als Faustregel gilt: Ein Kind kann sich etwa so viele Minuten konzentrieren, wie es Jahre alt ist. Ein 6-Jaehriger also etwa 6 Minuten, ein 10-Jaehriger etwa 10 Minuten - bei interessanten Aufgaben auch laenger.

Die haeufigsten Ursachen

Schlafmangel

Kinder brauchen je nach Alter 9-12 Stunden Schlaf. Schon 30 Minuten zu wenig reduzieren die Konzentrationsfaehigkeit messbar.

Ernaehrung

Zu viel Zucker, zu wenig Omega-3, Eisenmangel - das Gehirn braucht Naehrstoffe. Besonders Fruehstueck ist entscheidend.

Bewegungsmangel

Kinder brauchen taeglich 60-90 Minuten Bewegung. Wer sich nicht bewegt, kann sich nicht konzentrieren.

Bildschirmzeit

Schnelle Bildschirmwechsel trainieren das Gehirn auf kurzfristige Stimulation. Das macht langsame Aufgaben wie Hausaufgaben schwer.

Stress und Belastung

Konflikte zuhause, Mobbing, Schulangst - emotionaler Stress blockiert kognitive Funktionen.

Unreife Reflexe (RIT)

Bestimmte fruehkindliche Reflexe, die nicht vollstaendig integriert wurden, koennen Konzentration und Lernen behindern. Hier ist mein RIT-Ansatz besonders wirksam.

8 Strategien, die wirklich helfen

1

Lernumgebung optimieren

Ruhiger Platz, aufgeraeumter Tisch, kein Handy in der Naehe. Klingt simpel, macht aber einen grossen Unterschied.

2

Pomodoro-Technik fuer Kinder

25 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause. Fuer juengere Kinder: 15 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause. Kurze, fokussierte Einheiten sind effektiver als langes Sitzen.

3

Bewegungspausen einbauen

Zwischen Aufgaben kurz huepfen, tanzen, Hampelmann machen. Bewegung aktiviert das Gehirn und verbessert die Konzentration fuer die naechste Einheit.

4

Aufgaben kleinschreiben

Nicht: Mach deine Hausaufgaben. Sondern: Schreib zuerst die Ueberschrift. Dann den ersten Satz. Kleine Schritte reduzieren die Hemmschwelle.

5

Schlaf und Ernaehrung pruefen

Bevor du an Konzentrationstraining denkst: Schlaeft dein Kind genug? Fruehstueckt es? Trinkt es genuegend Wasser? Das sind die Grundlagen.

6

Bildschirmzeit regulieren

Keine Bildschirme 1 Stunde vor den Hausaufgaben. Das Gehirn braucht Zeit, um von der schnellen Stimulation auf langsames Arbeiten umzuschalten.

7

Staerken betonen

Kinder, die sich als unfaehig erleben, geben schneller auf. Finde, was dein Kind gut kann - und baue darauf auf.

8

Professionelle Abklaerung bei Bedarf

Wenn die Konzentrationsprobleme trotz aller Massnahmen anhalten, lohnt sich eine professionelle Abklaerung. Nicht um ein Label zu bekommen, sondern um die richtige Unterstuetzung zu finden.

Dein naechster Schritt

Als RIT-Reflexintegrationstrainerin biete ich spezielle Einzelsitzungen fuer Kinder mit Konzentrationsproblemen an - online und vor Ort im Allgaeu.

Monika Woerle

Monika Woerle

Heilpraktikerin fuer Psychotherapie - HPP & RIT-Trainerin

Monika Woerle ist Heilpraktikerin fuer Psychotherapie und zertifizierte RIT-Reflexintegrationstrainerin. Sie begleitet Familien online und persoenlich im Raum Ostallgaeu.